Unterwäsche im Wandel der Zeit (18 Jahrhundert)
Das Wort Dessous entspringt der französischen Sprache und bedeutet übersetzt “unterhalb”. Im deutschen steht dieser Begriff für “Damenunterwäsche”. Jedoch ist Unterwäsche nicht mit Dessous vergleichbar, denn diese werden meistens mit Sex und Erotik in Verbindung gebracht.
Dessous haben wie so manches eine lange Geschichte und interessante Entwicklung hinter sich gebracht, sie durchliefen sozusagen einen Wandel mit der Zeit. Die ersten Exemplare hat man hauptsächlich zum Schutz vor Kälte und natürlich aus hygienischen Gründen getragen. Im laufe der Jahre kamen die ästhetischen und erotischen Aspekte zunehmend dazu.
Der Unterwäsche des 18. Jahrhundert gehörten Strümpfe, Unterröcke und Hemden an.
Während Männer seit dem späten 18. Jh. Unterhosen trugen, kamen Frauen erst ab dem frühen 19. Jh. in den “Genuss” dieses Privilegs. Jedoch waren sie bei den Frauen bis ins 20. Jh. im Schritt offen.
Eines der wichtigsten Kleidungsstücke der Frau war selbstverständlich das Korsett (franz.: Körper), das gehörte damals nicht zur Unterwäsche, da dieses nicht gewaschen werden konnte. Natürlich wurde es mit der Zeit verändert und verbessert, seit 1824 waren die Korsetts auch mit integrierten Metallösen erhältlich. Knapp ein halbes Jahrhundert später wurden Tornüren zu einem sehr beliebten Wäschestück, sie verlängerten den Steiß und weckten durch das voluminöser wirkende Hinterteil viele erotische Phantasien der Männer. Der Nachteil von so viel Unterwäsche war für Frauen das Gewicht, denn die armen trugen damals zusätzlich ca. 2,5 kg drunter, was für die Männerwelt so was wie eine Bescherung war, soviel auspacken zu dürfen.
Erst viele Jahre später kamen leichtere und bequemere Dessous auf den Markt.
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